Der Grill und sein Meister
Grillen gehört zum Sommer wie die Sonne selbst - Damit dabei nichts schief geht, gibt es hier die wichtigsten Tipps rund um den Grillrost
Bonn. (IB/MS) Das sommerliche Treiben am Grill scheint in vielen Männern die Urinstinkte zu wecken. Da wird sich eifrig um das Rost versammelt und mit allerhand Hilfsmitteln auf ein Ziel hingearbeitet: Feuer machen! Wenn die Kohle schließlich glüht und das Fleisch schön brutzelt, fehlt nur noch ein kühles Bier um das Glück perfekt zu machen.
Doch auch wenn es so einfach aussieht - die Grillprofis unter uns wissen, dass es sich um eine wahre Kunst handelt, Kohle und Grillgut auf die optimale Temperatur zu bringen. Damit auch die Gesundheit nicht auf der Strecke bleibt, geben Gesundheitsamt und Verbraucherschutz wichtige Tipps.
Rauch vermeiden
Auch wenn das Bier die Kehle hervorragend erfrischt, hat es im Grill nichts zu suchen. Flüssigkeiten, die auf die Kohle tropfen, führen zu krebserregendem Rauch. Der ist nicht nur eingeatmet schädlich - auch auf der leckeren Fleischkruste setzen sich die schädlichen Stoffe ab. Im schlimmsten Fall kann hierbei eine Menge des krebserregenden Benzyprens zusammenkommen, die einer Menge von 600 Zigaretten entspricht.
Also – ab in die Aluschale mit dem Fleisch, oder das Grillgut vorher gut abtupfen. Denn auch heruntertropfendes Fett oder Marinade führen zu Rauchentwicklung. Dass das Fleisch erst auf den Grill kommt, wenn die Kohle glüht und nicht mehr brennt, versteht sich für weibliche wie männliche Meistergriller von selbst. Dabei solltet ihr einen Abstand von einer Handbreit zwischen Kohle und Fleisch eingehalten.
Auch beim Öl kann man viel falsch machen. Denn Butter, Margarine und Sonnenblumenöl vertragen die große Hitze beim Grillen nicht und gefährden durch Zersetzungsprodukte die Gesundheit. Deshalb lieber auf Oliven- oder Rapsöl ausweichen.
Gesundes Grillgut
Und wenn wir schon mal beim gesunden Grillen sind – wieso nicht auch mal Fisch, Obst oder Gemüse auf den Grillrost legen? Die frischen und fettarmen Alternativen sorgen dafür, dass die Bikinifigur bei exzessivem Grillen nicht auf der Strecke bleibt. Ein klassischer Grillabend deckt nämlich locker den Energiebedarf für den ganzen Tag.
Soßen und Salate verderben in der Hitze schnell. Deshalb so schnell wie es geht zurück in den Kühlschrank damit. Und weil Mayo schneller schlecht wird als Essig-Öl, sind frische grüne Salate viel besser geeignet als Kartoffel- oder Nudelsalat.
Weg mit dem Spiritus
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp für die Feuerteufel. Flüssige Brandbeschleuniger haben am Grill nichts zu suchen. Die führen leicht zu Stichflammen und ernsthaften Verletzungen. Die Bonner Feuerwehr warnt außerdem, den Grill immer im Auge zu behalten und nur auf ausgeschriebenen Plätzen zu grillen.
Die Kohle solltet ihr erst entsorgen, wenn sie abgekühlt ist. Das kann unter Umständen ziemlich lange dauern. Selbst am nächsten Tag können die Bricketts innen noch heiß sein. Deshalb nicht in Pappkartons oder Plastikbehälter entsorgen und die Kohlereste da entsorgen, wo sie vor Kinderhänden sicher sind.
Mit ein paar einfachen Tipps wird euer Grillabend so zum echten Vergnügen und im Zweifelsfall macht eh die Übung den Meister.
