Grillen oder Smoken?
Bist du der nostalgische Grill-Fan, der auf ein rauchiges Aroma schwört, oder eher ein Pragmatiker, für den eine einfache und schonende Zubereitung des Essens zählt? Vom Anfänger- zum Profi-Grill
Bonn. (MH) Grillen ist nicht gleich Grillen – Es gibt verschiedene Grilltypen: Holzkohle-, Elektro- und Gasgrill - Neuerdings greifen Grillfreunde auch vermehrt zum sogenannten (BBQ-)Smoker. Doch welcher Grill hat welche Vor- oder auch Nachteile? Wie benutzerfreundlich sind die einzelnen Grilltypen? Wie steht es um die jeweiligen Anschaffungskosten?
Der Klassiker unter den Grills ist ohne jeden Zweifel der Holzkohlegrill. Echte Grillfans schwören auf das charakteristisch rauchige Aroma, welches man (angeblich) mit keinem anderen Grilltyp erreicht. Holzkohlegrills sind preiswert – einfachste Modelle sind bereits unter 10 Euro erhältlich - und praktisch, da man zum Grillen neben der glühenden Holzkohle keine weitere Energiequelle benötigt. Da die Handhabung recht einfach ist – Kohle auf den Grill, warten bis die Kohle glüht, Grillen –, sind Holzkohlegrills ideale Anfängergrills, die allerdings zwei Nachteile haben: Erstens muss man sich zuerst einmal gedulden, bis aus der brennenden Kohle ein grillkompatible Glut geworden ist, zweitens können durch verbrennende Fette, die vom Fleisch in die Glut tropfen, gesundheitsschädliche Stoffe entstehen.
Wer auf „echtes“ Grill-Feeling verzichten kann und eine schonende Zubereitung des Grillguts bevorzugt, ist mit einem Elektro-Grill gut beraten. Elektrogrills bekommt man ab ca. 20 Euro und sind überall dort einsetzbar, wo eine Stromquelle vorhanden ist. Da die Rauchbildung minimal ist, eignen sich Elektrogrill auch hervorragend zum Indoor-Grillen. Handhabung und Säuberung sind unkompliziert. Trotz diverser Vorzüge des Grillens via Strom bemängeln Grillpuristen und Nostalgiker das Fehlen jeglicher Atmosphäre und den rauchfreien Geschmack.
Der Gasgrill ist was für Profis, da der Umgang mit hochentzündlichen Gasen nicht ganz ungefährlich ist und die Anschaffungskosten für Gelegenheits-Griller zu hoch sein dürften – unter ein paar hundert Euro findet man keine brauchbaren Gasgrills. Das Grillen mit Gas ist ziemlich rauchfrei und die Temperatur lässt sich einfach regulieren. Da Gasgrills allerdings im Normalfall fest an einem Ort montiert sein müssen, beschränkt sich das Grillvergnügen meist auf den eigenen Garten – ein spontaner Grill-Ausflug ist daher nicht möglich. Das nicht authentische Aroma wird von Grill-Fans ebenfalls gerne kritisiert.
Hierzulande noch recht unbekannt, aber immer häufiger gesehen, sind sogenannte BBQ-Smoker. In diesen Heizöfen wird in einer Feuerbox Holz entfacht, die dadurch entstehende Warmluft gelangt durch eine Öffnung in die Garkammer, in welcher das Grillgut erhitzt wird. Durch diese Methode bekommt das Fleisch einen besonders rauchigen Geschmack, den man durch die Intensität des Rauches sowie das Verwenden verschiedener Holzsorten beeinflussen kann. Aufgrund der Größe des BBQ-Smokers und der hohen Kosten – rund tausend Euro kostet ein ordentlicher Smoker – ist diese Art des Grillens eher etwas für die Besserverdiener unter den Grill-Meistern.


