Futter 08. April 2010

Gute Nachrichten: Schoki ist gesund

Das Gewissen darf nach Ostern und den Massen an genaschter Schokolade ein wenig aufatmen, denn in kleinen Mengen kann Schokolade den Blutdruck senken und das Risiko von Herzerkrankungen mindern

Bild: Pixelio.de
Bild: Pixelio.de

(BKK/VN) Ostereier und insbesondere Schokolade mit hohem Kakaoanteil können, in kleinen Mengen konsumiert, die Gesundheit fördern. Das kam bei einer Studie vom 31. März 2010 der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie heraus.

In dieser Studie untersuchten Forscher 19.357 Testpersonen im Alter von 35 bis 65 Jahren über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren. Herauskam, dass Personen, die mehr Schokolade aßen (ca. 7,5 g pro Tag) einen niedrigeren Blutdruck und ein um 39 % geringeres Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen aufwiesen als Menschen, die durchschnittlich nur 1,7 Gramm Schokolade pro Tag zu sich nahmen. Der Mengenunterschied der beiden Gruppen lag bei etwas weniger als einem Stück einer Schokoladentafel.

Der Grund für die positiven Auswirkungen sollen die im Kakao enthaltenen Flavanole sein. Flavanole sind Pflanzenstoffe, die den Blutdruck senken können und gut fürs Herz sind. Diese Stoffe werden bereits in der Medizin genutzt. Höherer Kakaoanteil bedeutet also, dass auch mehr Flavanole enthalten sind. Deshalb ist dunkle Schokolade gesünder als helle. Und Obacht: Weiße Schoki ist eigentlich nur Kakaobutter, also davon dann lieber doch die Finger lassen.

Ein kleines Stück Schokolade am Tag ist also gar nicht so ungesund und Glückshormone werden durch den Genuss auch noch ausgeschüttet. Das soll aber nicht heißen, dass ein Stück gleich einer Tafel ist.

Der Forscher Dr. Buijsse weist auch darauf hin, dass der Verzehr von Schokolade die Kalorienaufnahme nicht erhöhen sollte und kein Ersatz für eine gesunde Ernährung ist: „Kleine Mengen von Schokolade können helfen, Herzerkrankungen vorzubeugen. Jedoch nur, wenn sie andere kalorienreiche Nahrung wie Snacks ersetzen und so das Körpergewicht nicht beeinflussen.“

Genuss, aber in Maßen eben.

Weitere Informationen unter www.oxfordjournals.org und www.escardio.org



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