Don’t call it a comeback
Aus der 80er-Kultserie ist ein ausgewachsener Kinofilm geworden – Ab dem 12. August darf das „A-Team“ wieder Sachen in die Luft jagen
(TM) Vier Männer einer militärischen Spezialeinheit wurden wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen haben. Vielen wird schon dieser Satz reichen, um sofort an das „A-Team“ zu denken. Nun erobert es die große Leinwand und das mit all den CGI-Effekten, die inzwischen zum guten Ton im Actionfilm-Genre gehören.
Schon die Fernsehserie war plotmäßig eher schematisch aufgebaut. Nicht viel mehr als ein halbwegs guter Anlass, um Sprüche zu klopfen, Backpfeifen zu verteilen und Sachen in die Luft zu jagen. Auch bei der Kinofassung ist die Geschichte wild zusammenkonstruiert, dabei aber leicht modernisiert. Statt aus Vietnamveteranen besteht das A-Team nun aus Irakkriegsveteranen.
Statt gegen korrupte Polizisten oder Banditen treten sie nun gegen eine Gruppe von Söldnern einer privaten Sicherheitsfirma an. Alles eine ganze Nummer größer als in den 80ern, wo noch dem kleinen Farmer geholfen wurde, der von den Schlägertrupps des Dorftyrannen bedroht wurde. Vielleicht ein wenig zu monumental, als für den Film benötigt.
Trotz Neubesetzung erkennt man zumindest jeden Charakter von Hannibal (Liam Neeson) über Face (Bradley Cooper) und B.A. (Quinton Jackson) bis zum durchgeknallten Murdoch (Sharlto Copley) wieder. Mr. T-Fans werden zwar die Nase rümpfen, aber zumindest optisch steht der UFC-Kämpfer Quinton „Rampage“ Jackson dem Original in nichts nach. Abgerundet wird der Cast durch Jessica Biel, deren Rolle vor allem aus gut aussehen besteht.
Aufgrund der momentan grassierenden Hasenfüßigkeit unter Hollywood-Produzenten sind Sequels erfolgreicher Reihen oder eben Serien-Recycling der Trend der Stunde. Alles, was eine halbwegs gefestigte Fan-Basis hat und was man als Zahlen potenziellen Investoren hinschieben kann, wird genutzt. Bis hin zu Auswüchsen wie der geplanten Verfilmung von „Schiffe versenken“.
Die Kinoversion von „A-Team“ ist eine Folge dieses Trends und schafft es zumindest solides Popcorn-Kino zu werden. Trotz unnötig sperriger Story fängt der Film den Charme der Serie einigermaßen ein. Nicht immer funktioniert das sentimentale Erinnerungsschwelgen in dieser modernisierten Version, aber die meisten Fans der Serie werden dennoch zufrieden aus dem Kino gehen.
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