Spielzeuge mit Seele und Charakter
Die zweite Fortsetzung des Animationsfilms „Toy Story“ holt sensationelle Kritiken und ist vielleicht einer der besten dritten Teile der Filmgeschichte - Ab 29. Juli kommt er in die deutschen Kinos
(TM) Es ist eines der ehernen Gesetze im Filmgeschäft, das nur sehr selten gebrochen wird: Fortsetzungen verlieren an Qualität und Charme. Sind fast immer müder Abklatsch des Originals, der Versuch noch mehr Kohle mit wenig Risiko zu machen. Doch die Pixar Studios, Urväter des komplett am Computer generierten Animationsfilm, brechen mit „Toy Story 3“ ein weiteres Mal dieses Regel.
Für Sheriff Woody, Space-Ranger Buzz Lightyear und die anderen Spielzeuge ist der Tag des Abschieds gekommen. Ihr Besitzer Andy geht auf College und da ist kein Platz mehr für Spielzeugcowboys, Weltraumhelden oder Plastikdinosaurier. Enttäuscht schmuggeln sie sich in einen Karton mit Spenden für einen Kindergarten.
Endlich wieder Kinder, die den ganzen Tag mit ihnen spielen. Auch die einheimischen Spielzeuge mit ihrem Anführer Lotso, einem Plüschbären, der nach Erdbeeren riecht, begrüßen sie freundlich. Doch schon bald müssen sie erkennen, dass nicht alles so schön ist, wie es im ersten Moment scheint. Am Ende liegt es an Woody seine Freunde mittels eines gefährlichen Plans zu befreien.
Den gewohnten und lieb gewonnenen Charakteren werden einige neue hinzugefügt. Darunter Lotso als fieser Antagonist oder Ken, der von Eitelkeit strotzende Sunny Boy, der zum ersten Mal auf seine Barbie trifft. Sie ergänzen sich gut, ohne den Original-Charakteren die Show zu stehlen. Den Pixar Studios ist ein weiteres Mal nach Filmen wie „Oben“, „Ratatouille“ oder „Wall-E“ gelungen, eine Geschichte zu erzählen, die alle Altersgruppen anspricht.
Lee Unkrich, zuvor Co-Regisseur bei „Findet Nemo“, und Drehbuchschreiber Michael Arndt („Little Miss Sunshine“) schaffen keine seelenlose, marketingoptimierte Fortsetzung, sondern ein würdiges Finale der Toy Story-Reihe. Pixar scheint seiner Tradition treu zu bleiben nicht nur visuell zu überzeugen, sondern unter all computeranimierten 3D-Effekten vor allem Charaktere mit Leben zu füllen und das Herz der Zuschauer so zu erobern.
Die amerikanische Kritik zeigt sich ebenso absolut begeistert von Toy Story 3 (unglaubliche 99 Prozent bei rottentomatoes.com). Wessen Herz nicht aus Stein ist, der sollte sich gleich welchen Alters seine Kinokarte sichern.
Zum Kinostart verlost Bonnaparte drei Toy Story-Pakete bestehend aus je einer fliegenden Buzz-Figur zum Aufziehen, einem Woody-Schlüsselanhänger und einer Frisbee.
Trailer
