Lokales 08. Dezember 2010

Schwerer Rückschlag für die RhEINKULTUR

Die Weihnachtsgala zur Rettung der RhEINKULTUR, die für den 18. Dezember geplant war, muss wegen geringem Zuspruch im Vorverkauf abgesagt werden – Das endgültige Aus des Festivals rückt näher

Bild: Bonnaparte
Bild: Bonnaparte

Bonn.(BNPD/TM) Die Luft wird immer dünner für Deutschlands größtes kostenloses Open-Air-Festival. Trotz großer Unterstützung durch die Betreiber der Beethovenhalle, Künstler wie Max Herre und auch die Stadt Bonn, konnte die Weihnachtsgala zur Rettung der RhEINKULTUR nicht realisiert werden. Der Grund: Zu geringe Vorverkaufszahlen.

Rückblick auf den Sommer dieses Jahres: Ein gewaltiges Unwetter und die Konkurrenz durch die Fußball-WM Viertelfinalspiele sorgen für ein deutlich geringeren Zuschauerzuspruch bei der RhEINKULTUR, als von den Veranstaltern geplant war. Gleichzeitig kündigt die Stadt die Kürzung der Zuschüsse um ein Viertel an. Zusammen mit den 40.000 Euro Schulden ist das eine gewaltige Hypothek für die Zukunft.

Um das Festival auch 2011 kostenlos anbieten zu können, wurde eine Weihnachtsgala auf die Beine gestellt bei der renommierte Künstler wie Max Herre, Triggerfinger oder die Killians auftreten sollten. Dank der Unterstützung der Stadt und den Betreibern des Veranstaltungsorts, der Beethovenhalle, konnte das Event innerhalb weniger Monate zusammengestellt werden.

Quasi über Nacht hätte man mit der Gala die festgefahrene Situation des Festivals ändern können. Umso größer ist jetzt die Enttäuschung bei der RhEINKULTUR-Crew, dass die Gala nicht stattfinden kann. Auch eine Benefizveranstaltung ist mit einem wirtschaftlichen Risiko verbunden und durch den so geringen Zuspruch des Publikums musste die Veranstaltung abgesagt werden.

Entweder konnten die Bonner nicht erreicht werden, oder die Bereitschaft für das Festival einmal ein Ticket für die Gala zu lösen, ist schlichtweg zu gering. Für die Macher des Festivals, die mit ganzem Herzen Bonner sind, ist das im Bezug auf ihre Heimatstadt mehr als ernüchternd.

Die bereits gekauften Tickets können an den Vorverkaufststellen, an denen sie erworben wurden, zurückgegeben werden. Originalkarten können nach Vorankündigung im RhEINKULTUR Büro (Auguststr. 4, 53229 Bonn) zurückgegeben oder gegen ein Rettershirt eingetauscht werden.

Was ist jetzt der Status Quo? Das RhEINKULTUR-Team gibt trotz allem nicht auf und kämpft erst einmal weiter - immerhin wurde so das bestehende Minus aus eigener Kraft schon um ein Drittel reduziert. Das verbleibende Loch wird aber trotz aller Bemühungen aus eigener Kraft nicht zu schließen sein.

Zumal auch immer noch eine Vergrößerung des Defizits durch die von der Stadt geplante Zuschusskürzung ab 2011 droht. Es sind nun andere Stellen gefragt - seien dies potentielle Retter aus der Wirtschaft oder seitens der öffentlichen Hand.

Was könnt ihr jetzt tun?
Es werden weiterhin die Rettershirts angeboten und es besteht auch die Möglichkeit, im nunmehr gegründeten Förderverein Mitglied zu werden.

Mehr Informationen unter www.rheinkultur-festival.de



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