Lokales 16. Juli 2010

Sport ohne Vorurteile

Mehr als 10.000 Teilnehmer werden sich in 35 verschiedenen Sportarten vom 31. Juli bis 07. August bei den VIII. Gay Games Cologne messen – Neben dem Sport wird es auch Kulturveranstaltungen und Parties geben

Bild: Athen Grey
Bild: Athen Grey

Köln.(GG/TM) Es geht für die Veranstalter bei den Gay Games nicht darum sich als Schwule und Lesben von heterosexuellen Sportler abzugrenzen. Ganz im Gegenteil die Idee ist, eine Plattform zu schaffen, bei der sich alle Menschen unabhängig von sexueller Orientierung, Rasse, Nationalität oder Religion friedlich miteinander sportlich messen können.

Der homosexuelle Lebensstil erscheint in vielen Bereichen akzeptiert. Aber gerade in einem Bereich der von vielen Machos bevölkert wird, wie im Sport, gestaltet sich die Situation wesentlich schwieriger. Welcher Fußballer der Bundesliga würde sich trauen, sich offen als schwul zu outen?

Der Umgang mit dem NBA-Basketballer John Amaechi, der auch Botschafter der Gay Games ist, zeigt, welche Reaktionen zu erwarten sind. Nach dem Outing von Amaechi gab NBA-Spieler Tim Hardaway öffentlich zu Protokoll keinen schwulen Spieler in der Umkleide haben zu wollen und den Manager darum bitten würde, den Spieler zu entfernen.

Die Idee der Gay Games scheint also aktueller denn je, obwohl die ersten Spiele schon 1982 in San Franciso stattfanden. Damals kamen 1.350 Athleten und Athletinnen zusammen, 2006 waren es in Chicago schon 11.500 Teilnehmer aus 70 Ländern. Auch in Köln werden über 10.000 Teilnehmer erwartet und die Anmelde-Zahlen stimmen optimistisch.

Die Athleten messen sich in 35 Sportarten von Fußball über Bodybuilding, Eiskunstlaufen, Inline-Speed-Skating bis Schach und Golf. Die Teilnehmer werden dafür in verschiedene Leistungsklassen eingeteilt. Damit soll verhindert werden, dass Ex-Profi auf Anfänger trifft. Aber auch für jeden, der sich nicht sportlich messen möchte ist ein umfangreiches Kultur- und Partyprogramm organisiert worden.

Highlights werden sicherlich die Eröffnungs- und Abschlussfeier sein mit Auftritten von internationalen Show-Acts. Offiziell eröffnet werden die VIII. Gay Games Cologne übrigens von Außenminister Guido Westerwelle.
Egal, ob als Athlet, freiwilliger Helfer oder einfach nur so: Erlebt ein großes Sport- und Kulturfest der Toleranz.

Mehr Informationen unter www.games-cologne.de.



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