Videokunst in Bonn
Am 15. April eröffnet im Kunstmuseum Bonn die Videonale 13 – ein Festival für zeitgenössische Videokunst
Bonn. (MH) Die 1984 gegründete Videonale zählt zu den ältesten Videokunstfestivals weltweit. Die aktuelle Ausstellung, die vom 15. April bis 29. Mai im Bonner Kunstmuseum zu sehen ist, präsentiert 48 Arbeiten unterschiedlichster Video-Künstler aus aller Welt. Aus 76 Ländern wurden Werke bei der Videonale-Jury eingereicht. Aus 1.774 Arbeiten wählte die Jury die Besten aus.
Jene 48 Positionen, die es in die Ausstellung geschafft haben, lassen sich inhaltlich grob in zwei Kategorien aufteilen: Sie sind entweder persönliche, intime, oft selbstreflexive, Werke oder solche, die sich mit gesellschaftlichen, sozialen und politischen Themen auseinandersetzen. Manche Videokunstwerke erscheinen in einem eher dokumentarischen Gewand, andere präsentieren sich als Kurzfilme, die kleine Geschichten erzählen wollen.
Dabei verhält sich die Videonale wie eine ganz normale Malerei-Ausstellung: Jedes Video flimmert über einen separaten Bildschirm, bzw. über mehrere zur Installation kombinierte Bildschirme. Sobald ein Exponat das Interesse geweckt hat, hat man als Besucher die Möglichkeit, sich mit seinem eigenen oder einem beim Museum geliehenen Kopfhörer „einzustöpseln“ – jeder Flachbildschirm verfügt über 3 Audioeingänge - und dann auch den Ton zu vernehmen. Einige Videokunstwerke werden auch per Beamer an die Wände der Ausstellungsräume projiziert und können so auch von mehreren Besuchern gleichzeitig begutachtet werden.
Begleitet wird die Ausstellung durch ein Festivalprogramm vom 15. Bis 16. April im Auditorium des Museums. Während an beiden Vormittagen Fragen aus den Bereichen Urheberrecht, Präsentation und Konservierung geklärt werden sollen, finden am Freitagnachmittag verschiedene Vorträge und Gesprächsrunden zum Themenkomplex „Dokumentarismen in der Videokunst“ statt. Der Samstagnachmittag widmet sich hingegen dem Thema „Bilder des Urbanen“ – Ein Highlight dazu ist das Videoscreening „The Triggering Town“ um 16 Uhr, in dessen Rahmen verschiedene Videoarbeiten gezeigt werden, die sich mit der audiovisuellen Darstellung von Urbanität, „ländlichem Raum“ und der Schnelllebigkeit in Metropolen auseinandersetzen.
Weitere Informationen zur Videonale 13 und das komplette Programm findet ihr auf der Website des Videokunstfestivals.


