Musik 06. September 2010

Edle Ritter

Vieles Klassisches unter dem Label "Cross Over" ist uninspiriert und bestenfalls langweilig - Jan Vogler & The Knights zeigen am 02. Oktober im Bonner Telekom Forum, dass es auch anders geht

Bild: beethovenfest.de
Bild: beethovenfest.de

Bonn. (KS) Jimi Hendrix-Stücke sind normalerweise nicht auf einer CD mit Werken von Dmitri Schostakowitsch zu finden. Bei Jan Vogler & The Knights ist das anders: Wenn sich der deutsche Cellist mit dem New Yorker Kammerorchester zusammentut, kommt nie ein klassisches Programm im eigentlichen Sinne heraus. Sicherlich haben sie das im Repertoire, was gemeinhin als E-Musik bezeichnet wird, mit „E wie ernst“. Aber das ist bei ihnen weder langweilig noch bedeutet ernst hier einen Gegensatz zu unterhaltsam.

Jan Vogler & The Knights machen auf ihren Konzerten und CDs nicht nur das, was man gerne „Cross Over“ nennt; auch im klassischen Bereich wählen sie gerne Modernes wie eben Schostakowitsch oder den amerikanischen Komponisten Aaron Copland. Die Musik des Russen Dmitri Schostakowitsch (1906–1975) ist zum Beispiel auch aus Stanley Kubricks „Eyes wide shut“ bekannt, in der der swingende Walzer aus der „Jazz Suite No. 2“ Verwendung findet.

Die Musiker von The Knights sind als Absolventen renommierter Musikakademien der USA und Mitglieder bekannter Orchester wie der New York Philharmonic einerseits respektable Mitglieder des klassischen Musikbetriebs - andererseits verstehen sie sich als Abenteurer, die über das Übliche hinaus Impulse setzen wollen. Und vor allem wollen sie ihr Publikum an dem Spaß teilhaben lassen, den sie an der Musik haben.

Auch Jan Vogler beweist mit seiner Musikauswahl immer wieder, dass er im gängigen Repertoire genauso zuhause ist wie in ausgefallenen und avantgardistischen Programmen. Neben Uraufführungen von zeitgenössischen Werken stehen bei ihm unter anderem zwei Bestseller-CDs mit den schönsten Cello-Melodien in der Diskographie.

Auf dem Programm beim Konzert von Jan Vogler & The Knights im Rahmen des Beethovenfestes steht einmal mehr Schostakowitsch. Sein erstes Cellokonzert ist hier gepaart mit Werken des Namensgebers des Festivals. Abgerundet wird das Ganze von einer Reihe von Arrangements unter dem Motto „Tango, Klezmer, Walzer und Rock“.

Jan Vogler & The Knights
Wann: 02. Oktober
Beginn: 20:00
Wo: Telekom Forum (ehemals T-Mobile Forum), Bonn
Eintritt: ab 25 Euro zzgl. VVK, Abendkassenkontigent für kurzentschlossene Schüler und Studenten

Mehr Informationen unter: www.beethovenfest.de, www.theknightsnyc.com, www.janvogler.com



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