Musik 30. Juli 2010

Für Euch gehört: Foreigner

Back to the 80s: Mit Foreigner gastierte gestern Abend eine der Rock-Pop Legenden vergangener Jahre auf dem Bonner Museumsplatz - Im Gepäck: Hits am laufenden Band.

Alle Bilder: SG, bonnaparte.de
Alle Bilder: SG, bonnaparte.de

Bonn. (SG) Perfekt könnte man sagen: Alle Zuschauer passten genau unter das Zelt des Bonner Museumsplatzes, so dass niemand trotz heftiger Schauer nass werden musste. Sie waren gekommen, um eine große Band der Musikgeschichte live zu erleben. 50 Millionen verkaufte Alben, unzählige Auszeichnungen und mit "I Want to Know What Love Is" Erschaffer einer der 500 besten Songs aller Zeiten.

Von der ursprünglichen Band, die sich 1979 gründete, ist nur noch Gitarrist Mick Jones geblieben. Die Formation um Sänger Kelly Hansen (Ex Hurricane-Sänger, der von weitem Ähnlichkeit mit Aerosmith Frontmann Steven Tyler hat) bemüht sich vom ersten Song an, Schwung in die Show zu bringen. Das Publikum, im Altersschnitt um die 47, kommt aber erst einmal nicht recht in Fahrt.

Das Bühnenbild sowie das Outfit von Hansen machen klar, dass hier nichts neu erfunden wird. Es ist eine echte Zeitreise in die 80er Jahre. Nachdem die beiden Pflichtsongs der neuen Platte "Can´t slow down" abgearbeitet und ein paar alte Songs (Cold as Ice, Headgames) verklungen sind, kündigt Mick Jones das an, was die Zuhörer an diesem Abend erwartet hatten: Ab jetzt nur noch die alten Hits!

Und was hat Foreigner da nicht alles zu bieten: Feels Like the First Time, Double Vision, Dirty White Boy, Urgent (Erst gestern wieder bemerkt, was für ein geiler Song das ist), Waiting for a Girl Like You, Starrider (genialer Song), Juke Box Hero (leider zu sehr zerstückelt), I Want to Know What Love Is (Kuschelrock at its best), That Was Yesterday und Hot Blooded (mein Favorit an diesem Abend).

Nach schmalem Beginn drehte sich die Stimmung auf dem Museumsplatz in Bonn und alle Zuschauer konnten nach 1 Stunde 40 Minuten zufrieden nach Hause gehen. Das lag vor allem daran, dass die Band erst gar nicht versuchte, ihrer Show etwas modernes mitzugeben oder etwas darzustellen, was sie gar nicht sind. Die Zuschauer wollten genau dieses Feeling der 80iger zurück und genau das haben sie bekommen. Punkt.

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