Marilyn Manson live
Die US-amerikanische Rockband Marilyn Manson ist mit ihrem neuen Album "The High End of Low" auf großer Deutschlandtour! Am 19. November machen Marilyn Manson, Twiggy Ramirez, Ginger Fish, Chris Vrenna und Andy Gerold deswegen das Kölner Palladium unsicher und entführen ihre Fans in einen düsteren Horrofilm.
Köln. (ct/VU) Das Wort Schock-Rocker klebt an Marilyn Manson so unangenehm wie alter Kaugummi unter der Schulbank. Denn mal ehrlich, wirklich schocken kann uns Amerikas ungeliebtes Kind nach all den Jahren nicht mehr. Das heißt allerdings nicht, dass seine düsteren Bombast-Shows nicht nach wie vor zum Großartigsten gehören, was sich unter dem Begriff Arena-Rock so tummelt. Teil dieser Show zu sein, das scheint über die Jahre auch Bassist Twiggy Ramirez vermisst zu haben, der 2002 seinen Job bei Manson quittierte und erst seit letztem Jahr wieder zum Line-Up der Band gehört.
Am Mikro von Manson funkelt im Scheinwerferlicht die Klinge eines Fleischermessers, die überdimensionalen Bühnenleinwände sind blutrot eingefärbt und in mächtigen Kandelabern flackern schneeweiße Kerzen: ja, der selbst ernannte „Antichrist Superstar“ liebt das Spiel mit Grusel-Klischees.
Aufwendige Bühnenoptik hin oder her – wenn sich Mansons bleicher, schlangengleicher Körper um den Mikrofonständer windet, er mit weit aufgerissenen, blitzenden Augen über den Boden kriecht oder das Messer bedrohlich in die Luft hebt, dann gehört die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Fans allein ihm.
Sich dem Meister der Selbstinszenierung zu entziehen scheint schier unmöglich. Selbst jene, die mit seinen musikalischen Ergüssen nicht viel anfangen können, sollten sich diesen kleinen Horrortrip nicht entgehen lassen. Denn auch wenn er uns nicht mehr schocken kann – unterhaltsam ist Mr. Manson allemal.
Marilyn Manson
Wann: 19. Oktober 2009
Einlass: 18.30 Uhr; Beginn: 20 Uhr
Wo: Palladium, Köln
Eintritt: 36 EUR zzgl. VVK Geb.
Weitere Informationen unter marilynmanson.com und palladium-koeln.de. Tickets unter concertteam.de und koelnticket.de.



