Hochschule Bonn-Rhein-Sieg auch im Verbund erfolgreich
Nach ihrem Erfolg in der ersten Auswahlrunde des "Qualitätspakts Lehre" von Bund und Ländern punktet die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg im Verbund mit der federführenden Hochschule (HS) Niederrhein, der Fachhochschule (FH) Düsseldorf und der Hochschule Rhein-Waal auch in der zweiten Bewilligungsrunde.
Bonn. (hbrs) Die Verbundpartner erhalten bis 2016 rund 4,1 Millionen Euro für die Umsetzung des Projekts "Servicestelle Lehrbeauftragtenpool", auf die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg entfallen davon rund 1,2 Millionen Euro. Bei dem Projekt geht es vorrangig um eine professionelle Rekrutierung von Lehrbeauftragten nach bestimmten Qualitätskriterien.
Der Verbundantrag der vier Hochschulen ist auch eine Antwort auf die in den kommenden Jahren stetig steigende Zahl von Studierenden. Allein aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge wird für das Land Nordrhein-Westfalen im Jahr 2013 mit zusätzlichen 60.000 Abiturienten gerechnet. Die Hochschulen können allerdings nur begrenzt Professoren einstellen, so dass die Zahl der Lehrbeauftragten in den kommenden Jahren bei den Verbundpartnern stark wachsen müsse, um die Qualität der Lehre aufrecht zu erhalten.
Professor Dr. Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, misst dem Einsatz von Lehrbeauftragten große Bedeutung zu: "Wir brauchen die Lehrbeauftragten, denn sie stehen insbesondere für den Praxisbezug der Fachhochschulen. Sie sind ein Bindeglied zwischen Hochschule und Unternehmen. Sie können aber auch Spitzenauslastungen kompensieren, da sie schnell und flexibel einsetzbar sind." An der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sind pro Semester rund 230 Lehrbeauftragte im Einsatz.
Die Verbundpartner werden nun ab März 2012 eine gemeinsame "Servicestelle Lehrbeauftragtenpool" aufbauen. Vom Aufbau eines gemeinsamen Lehrbeauftragtenpools erhoffen sich die Verbundhochschulen außerdem einen Mehrwert in der Personalentwicklung, da das sogenannte Pooling eine umfassende und systematische hochschuldidaktische Weiterbildung erst möglich macht. Spezielle Schulungskonzepte sollen dafür entwickelt werden.
Insgesamt 102 Universitäten, Fachhochschulen und Kunst- und Musikhochschulen erhalten in der zweiten Auswahlrunde bis 2016 rund 400 Millionen Euro Fördermittel des Bundes zur Verbesserung von Studienbedingungen und Lehrqualität. Insgesamt stehen im Qualitätspakt Lehre bis 2010 zwei Milliarden Euro bundesweit für die Hochschulen zur Verfügung.



