Raab revolutioniert die Castingshow
Auf ProSieben beginnt am Donnerstag um 20.15 Uhr die Suche nach unserem „Star für Baku“ - Stefan Raab sitzt auch wieder in der Jury und führt die "Blitztabelle" im TV ein.
Köln. (MM) Kurz nach elf Uhr gestern Vormittag in Köln-Mülheim. Unzählige Fotografen drängeln sich auf der Bühne von „Unser Star für Baku“. Der Medienandrang ist groß, wird schließlich heute die neue Jury vorgestellt, die unter anderem entscheidet wer der deutsche Vertreter für den Eurovision Song Contest (ESC) in Baku sein wird.
Die Fotografen lichten den neuen Jury-Präsidenten Thomas D (Die Fantastischen Vier), seine Jurykollegin Alina Süggeler (Frida Gold), das Moderatorenduo Steven Gätjen und Sandra Rieß ab – und Stefan Raab (45). Raab, der sich letztes Jahr eigentlich aus dem aktiven ESC- Geschehen verabschiedet hatte, ist dieses Jahr auch wieder dabei – als Jurymitglied und Produzent der Sendung.
Natürlich sollte die Hauptperson von „Unser Star für Baku“ Thomas D (42) sein, der den Jury-Vorsitz hat und den deutschen Vertreter auch in die aserbaidschanische Metropole Baku begleiten wird.
„Der Mann hat alles richtig gemacht“, urteilt Thomas D über seinen Amtsvorgänger Raab, „aber ich mache es besser!“. Besser wird die Show vermutlich schon – Dank Stefan Raab. Vor knapp vier Wochen hatte dieser eine Idee, welche das Prinzip der Castingshow von Grund auf revolutionieren wird. Vor allem wird es spannender. Raab erzählt, er würde immer darüber nachdenken, das Format spannender zu machen. Beim Biathlon schauen, vor knapp vier Wochen kam ihm dann die Idee: Ein Voting in Echtzeit. „Beim Biathlon und bei anderen Sportarten werden ja permanent die aktuellen Zwischenstände eingeblendet“, so Raab. „Das ist die absolute Transparenz des Wettkampfes“, schwärmt der Produzent. Diese Transparenz hat Raab nun in seine Show miteingebaut.
„Ab jetzt zählt jede Sekunde!“, heißt in einer gemeinsamen Pressemitteilung von NDR und ProSieben, die die Shows produzieren. Noch bevor die einzelnen Teilnehmer überhaupt einen Ton von sich gegeben haben, können die Zuschauer schon bei der Kandidatenvorstellung –rein nach Sympathie – für ihren Liebling abstimmen.
Knapp fünf Sekunden nach der Stimmgabe erscheint das Ergebnis live auf dem Bildschirm. So behält man immer den Überblick, wie es gerade für den favorisierten Kandidaten steht – gleichzeitig wird so auch die Startreihenfolge festgelegt. Der Schlechteste beginnt zuerst, der Beste kommt zum Schluss dran.
Die „Einführung der Blitztabelle ins Fernsehen“, betitelt der 45-Jährige seine Idee. „Der Zuschauer sieht jederzeit, welchen Einfluss sein Anruf auf das Rennen hat“, erzählt er begeistert weiter.
Jury-Präsident Thomas D ist von Raabs Idee auch begeistert: „Das ist eine Revolution für Casting-Shows: Bei uns wissen Kandidaten und Zuschauer zu jedem Zeitpunkt, was Sache ist. Transparentes Voting, keine künstlich erzeugten Spannungsmomente, keine einstudierten Sätze, alles live. Da bin ich stolz, Präsident zu sein“.
Der Ideengeber glaubt zudem, dass in rund 15 Jahren so auch der Bundestag gewählt werden könnte, es sei schließlich die „Einführung einer neuen Ehrlichkeit“.
Das Duell der zwölf Frauen gegen die acht Männer beginnt an diesem Donnerstag um 20.15 Uhr auf ProSieben. Dann werden Sandra Rieß (25) und Steven Gätjen (39) die erste von insgesamt acht Sendungen moderieren. Übermorgen treten die ersten zehn Kandidaten an –nur fünf kommen weiter.



