Vermischtes 30. Juli 2010

Tauben vs. Kings of Leon

Federvieh 1, Kings of Leon 0 - Eine Taubenplage zwang die Rockband letzte Woche von der Bühne

Bild: flickr/alterna2, Creative Commons Lizenz 2.0
Bild: flickr/alterna2, Creative Commons Lizenz 2.0

Bonn. (MS) Bizarrer geht es kaum – die Kings of Leon mussten am Freitag ein Open-Air Konzert nach nur drei Songs abbrechen. Schuld war ein Angriff aus der Luft. Ein Schwarm Tauben attackierte die Musiker mit einem sehr natürlichen Bedürfnis, so dass sich die Löwenkönige gezwungen sahen, das Konzert abzubrechen.

Schon im Vorfeld hatten die Rockmusiker von dem Taubenproblem auf dem Gelände des Verizon Amphitheaters erfahren. Den Fans zuliebe wollten sie es aber dennoch probieren. Schluss mit lustig war allerdings, als der Taubendreck mitten im Gesicht von Jared Followill landete. „Ich wurde bei jedem der ersten drei Songs von einer Taube getroffen“, verteidigte sich der Bassist und bekennende Gesundheitsfanatiker. „Wir hatten 20 Songs auf der Set-List. Am Ende der Show wäre ich von Kopf bis Fuß bedeckt gewesen.“

Die Vorbands hatten der heimtückischen Luftattacke noch tapfer stand gehalten. „ Wir konnten nicht glauben, wie The Postelles und The Stills nach ihrem Auftritt aussahen“, erklärte Followill. Er selbst zeigte dann auch deutlich weniger Durchhaltevermögen.

Die Band entschuldigte sich bei ihren Fans für das abgebrochene Konzert, die meisten zeigten aber wenig Verständnis und quittierten die Bühnenflucht der Musiker mit lauten Buh-Rufen und empörten Kommentaren im Netz.

Die hatten allerdings auch leicht reden, schließlich blieben sie von der Attacke des Federviehs verschont. „ So weit wir wissen, wurden keine Fans angekotet“, verkündete der Publizist der Band, Andy Mendelsohn, mit gebührendem Ernst.

Da bleibt zu hoffen, dass die restliche Tour der Kings of Leon wieder in geschlossenen Hallen stattfindet.



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